Eine Familie wie viele

Es war eine Familie wie viele

Die Jahre vergingen
Die Sternenhose verschwand

Der rote Rock wich
hautengen Hosen

Alles veränderte sich
Doch nicht alles wurde schwer

Wenn auch das strahlende
Blau einem eher eisigen wich

 

Freitag, der 20. Nov. 2020

Leider bin ich noch immer
nicht ganz gesund, aber ich
hoffe, nun wird es –
wenigstens so nach und nach

 

 

 

Gebranntmarkt

Du fühlst dich wie aussätzig
gebranntmarkt gekennzeichnet

Du hast einen Virus mit
wohlklingendem
Namen Corona Covid 19

Du fühltest dich geschützt
die Ängste übertrieben bis er
dich packte und zu Boden riß

Nun wandertest du in der Nacht
und der Schlaf wurde kurz

Langsam wird es besser und
ich schlafe länger

Er zieht sich zurück der Virus
mit dem hohlklingenen Namen
Corona Covid 19

 

Freitag, der 13. November 2020

Der November mochte mich nicht

So schien es mir. Ich kam heim vom vorsorglichen Corona-Abstrich, weil ich mich erkältet fühlte und pflichtbewußt wie ich bin,  meine Umgebung schützen wollte.
Ich kam bis in den Flur, dann fiel ich um.
Als ich wieder zu mir kam, lag ich am Boden, konnte mich nicht rühren, weil ich mich wohl verletzt hatte, konnte mir aber nicht vorstellen, wieso.
Später in der Klinik klärte sich alles einigermaßen. Mein Natriumgehalt war am Boden und ich mit ihm.  Länger als eine Woche in der Klinik,
zuerst in einer Corona-Intensiv- und dann in einer *normalen* Coronabteilung.
Mein Steißbein hatte einen Schlag abgekommen und erholt sich nun.
Aber es dauert und dauert und tut weh.
Nach neun Tagen Klinik wieder zuhause ist ganz gut, aber leider noch nicht optimal und ich leide. Das kann ich gut, mag mich dann aber selbst nicht.
Ich muß mal wieder einen Schreibanfang wagen.
Mein altes Wortbehagen existiert zwar noch, aber wie lange, weiß ich nicht…
Ich bin nun hier und suche nach den lieben Menschen, die mich bisher auch gelesen haben.

Donnerstag, der 12. November 2020

Der Herbst

Der Herbst packt seine Farben aus
betrachtet sinnend seine Schätze
bläst zur Probe mal ins Rot nimmt
Gelb und Ocker mit ins Boot

Grünes färbt er kupferbraun
ein Wunder ists ihm zuzuschaun
Satte Farben die dich wärmen
von denen wir im Winter schwärmen

Farbenpracht die Sonne lacht
Honigfarben ihre Strahlen die
immer noch mit Wärme prahlen

Doch Herbstwind fegt in alle Leben
läßt alte Riesen wieder beben

Peitscht wahllos Blätter von den
Bäumen damit sie nicht mehr weiter
träumen und treibt sie durch das
weite Land

Herbst und Sturm sind eng
verwandt

 

Mittwochabend, der 28. Okt. 2020

Die ursprüngliche Fassung meiner
herbstlichen Zeilen stammt aus dem
Oktober von vor zehn Jahren

Staunenswerte Atemzüge

* Leben wird nicht in Sekunden
sondern in Atemzügen gemessen *

Einfach und schlicht klingt diese
gute Aussage, die wer weiß von
wem stammt

Ich war auf jeden Fall entzückt
davon und merkte sie mir

Vielleicht hab ich sie irgendwo
gelesen und auf einem meiner
Schmierzettelchen, die mich
begleiten, aufbewahrt

Inzwischen habe ich entdeckt
daß es auch Ergänzungen dazu
gibt

* Leben wird nicht im Atemzügen,
sondern in Momenten gemessen,
die einem den Atem rauben *

Demnach wäre ich jünger an
Jahren, als ich es tatsächlich bin

Schließlich liegen solche
Augenblicke nicht am Wegrand
herum …

Und ständig außer Atem zu sein
würde mir nicht sehr gefallen

Aber ich staune oft, wenn ich die
Schönheit in Kunst und Natur oder
auch an oder in Menschen um mich
herum entdecke

Leben messe ich an kleinen und
großen Dingen und an jedem meiner
Atemzüge

 

Montag, der 26. Okt. 2020

Eine Kaktusblüte

Seit Jahren besitze ich eine nicht besonders schöne,
aber eine alte, über die Jahre gewachsene  Kakteeensammlung,
an der mein Herz hängt

Jedes Jahr übersteht sie den Winter
mehr oder weniger gut im Treppenhaus und manchmal habe ich Glück
und es wächst an einem der alten Kakteen eine  handtellergroße
schneeweiße Blüte heran
Dieses Jahr war sie spät, der Sommer schon trist und kühl,
aber sie war tapfer und ließ sich nicht beirren

Beim ersten späten Sonnenstrahl blühte sie  auf und  groß wie ein
Handteller  war sie bis zum Mittag.

Leider verblüht sie nach einem einzigen  Tag  schon.
Und doch ist meine Freude an ihr immer groß

Dienstag, der 21. Okt. 2020

Ausgeruht

Wenn ich still geworden bin
beuge ich mich meinen Träumen

Nur die Erde hört mir zu
neigt die Gipfel rauscht mir zu

Blätter fallen Nebel wallen
und der Mond steht silberhell

sieht mich liegen schlafend
wiegen sachte leise

Will mich wecken sich in
meinem Haar verstecken

doch ich niese in der Brise
Sternenstaub die der Wind
verweht bevor er mit den
Schafen geht

Ich erwache und ich lache

Denn rings um mich
scheint blaue Sonne und ich
atme voller W o n n e

 

Samstag, der 17. Okt. 2020

Es sind Worte, die ich  in 2009 schon geschrieben habe.