Wann und wie kommt der Sommer

Ist`s  denn  zum  Sommer  noch  weit?

Frühlingszeit zwitschert es aus den
Bäumen in denen die Zwitschergesellen
noch träumen

Aus Gärten und Wiesen in denen sich
Rosen tummeln gefallene Blütenblätter
weinen und die Menschen nicht wissen
wohin mit all den Schreckensgedanken…

An Tagen wie diesen da sinkt der Mut
und  jede  menschliche  Geste  tut  gut

Worauf fliege ich

Worauf fliege ich?

Ein Buchtitel,
aber schon beginne ich, darüber nachzudenken, worauf ich wirklich fliege 🙂

Gestern habe ich einen sehr schmalen Wald- und Wiesenweg ausprobiert,
den ich bisher nicht kannte. Ich sah nur, daß er scheinbar ins Tal hinab führte,
doch das konnte eigentlich nicht sein. Seine vielen Windungen nach rechts
und dann wieder nach links irritierten sehr.
Dann kam eine tiefe Senke und darin ein wildes Durcheinander von gefallenen
Bäumen und vielen Wurzeln, die sich schon wieder in die Erde gegraben hatten.

Es war wie ein Blick in eine Urwelt, aber sie ängstigte nicht.
Eine urwüchsige Schönheit, die ein Maler vielleicht hätte malen können.
Ein Bild von etwas, das vergangen war, und doch noch kraftvoll lebte.

Ich fliege auf das, was sich mir mit seiner besonderen Ästhetik aufdrängt und
das ich aufheben möchte, um es immer wieder zu berühren, weil es MICH berührt.

Ich sehe mit dem Herzen und fühle mit dem Bauch 🙂

Dichter denken anders

Dichter denken anders
dichter schlichter hintergründig
kapriziös und zwiegespalten

Tief versunken in Gedanken
träumen sie von blauen Blumen
grüngestreiften Algenschulen
Stühlen die im Winde tanzen
löcherige Socken fangen
Uhren die die Zeit vergessen

Dichter denken lenken Schiffe
die den Horizont befahren
Maud- und Mondgebühren sparen

Dichter lachen bis die hohen
Himmel schwingen
wolkenweiche Engel singen

Weinen heftig füllen Flüsse
fließen dann durch grüne Auen
wollen ferne Ufer schauen
wagen sich auf Sternenpfade
lassen Regenbogen noch im Dunkeln
funkeln und bewegen sich mit
ihren Worten an geheimen
Dichterorten

Dichter denken

a   n   d   e    r    s

Vergangen

Ich bin ein natürliches Wesen
erkennt  ihr  mich  denn?
Heute komme mit einem borstigen Besen 🙂
und war doch bis vor einigen Tagen noch eine wunderschöne
große weit geöffnete Blüte von Türkischem Mohn
den man auch Orientalischen Mohn nennt

Bin ich von der feurig roten Sorte, werde ich
Feuermohn genannt, was mir besonders gut gefällt

Sich verströmen

Sich verströmen mit allen Sinnen
und sich finden in Erdbeersüße
und Pfefferminze in duftenden
Worten mit Himbeergelee in denen
ich Frühling und Sommer seh

Blättergrünes wecken und
Sommerduft schmecken
sich in rankende Rosenhände
legen und leise mit dem
Windhauch regen – sich verströmen
mit allen Sinnen und dabei
endlich wieder zu leben beginnen

Wenn Falter singen im Sonnenschein
wirst du Teil des Blauhimmels sein
Weiche Wolken lächeln dir zu
streicheln dein Ich und dein Ich
strömt   in   Freude   für   mich

Maiengedicht

Maienworte dacht ich mir
doch nur in meinen Träumen
im Alltag sah ich Wiesen grün
mit weiß und gelben Flecken

Ich sah, wie alles Blütenschön
die Gärten überschäumte
und
staunte sehr daß ich die
Maienworte
sogar
am hellen Tage träumte

Als Bild zum Maiengedicht dachte ich mir ein Unkrautgärtlein aus  🙂
Ich hoffe, Ihr seid nicht allzu enttäuscht, daß ich keine blühende Wiese
dazu ausgesucht habe. Das Unkrautgärtlein der Freundin gefiel mir zu  gut

Sie kam

Die Muse
kam mit letzter Kraft
Sie hatte es nochmal geschafft

Doch ach – da schlief sie schon
im Stehen ein – war so erschöpft
ich kann´s verstehen – war ohne
P a u s e  auf den Beinen

Ich lass sie schlafen – deck sie zu
streichle ihre heißen Wangen
betrachte ihre zarten Glieder

und weiß
schon bald erwacht sie
w i e d e r

Wenn ich schreibe

Wenn ich schreibe – in meinen Gedanken versinke
in Träumen Ankunft feiere und mir darin meinen eigenen Weg suche

Wenn ich einem Gedanken folge ihn von allen Seiten betrachte
ihn zärtlich schubse – von seiner Wichtigkeit überzeuge

Wenn ich einer Wortespur auf der Fährte bin ein wunderfeines Wort
unter einem Schmutzwäscheberg entdecke

Wenn ich Zwerge und Kobolde fange bevor ich zum gläseren See gelange
eine Stimme aus Anderland zu mir spricht und sich leise und sachte
in meine Gedanken mischt

Wenn ich im Dunkel sitze und es vor mir hell leuchtet damit ich
nicht den sich am Boden ringelnden Roten Faden verliere

Wenn ich schwitze, obwohl ich in kalten Räumen sitze meine Finger
über die Tasten rennen kleine bekritzelte Zettel mir zu Hilfe
eilen und ihr leises Rascheln sich in Wortezauber verwandelt

Dann bin ich zufrieden für kurze Zeit   (Bis es dann  wieder so weit ist)

Neue Ideen stehen bereit…  🙂