Purpurrose

Purpurrose, wie fein war dein Kleid  …

Trägst du es noch nach den Sommertagen?

Ist es nicht abgetragen
und zerschlissen die feinen Fäden?

Hat es nun den vornehm gebleichten
blaublütigen Schimmer?

Oder hast du es abgelegt
und nackt und bloß lebst du verborgen
im Heckenschoß?

Viel oder wenig

Viel verstehe ich. Manchmal viel mehr, dann wieder weniger.
Würde ich mehr verstehen, käme ich vielleicht den Weltengeheimnissen auf die Spur.

So aber beschränke ich mich im wesentlichen auf die kleinen Dinge, auf die Zwischenmenschlichkeiten und auch hier hänge ich schon, weil sie so voller Unwägbarkeiten und Gefahren stecken, voller geheimer und verborgener Ecken.

An den Kanten der Ecken bleibt schon manch einer hängen, reißt sich blutende Wunden,  die nur gesunden, wenn die Seele nicht nur an einem seidenen Faden hängt, wenn sie stabil in sich selbst ruht, genügend Mut / Energie und Kraft auf Vorrat hat, um Wunden zu schließen,  die durch die Schwierigkeiten in der Zwischenmenschlichkeit entstehen konnten.

Manchmal verstehe ich viel, doch meist viel zu wenig.

Weltengeheimnisse sollen meinetwegen die anderen erkunden. Das Universum bleibt MIR ein großes Rätsel, das ich wie ein staunendes Kind bewundere und mit großer Demut betrachte.

Manchmal möchte ich mehr wissen, aber wie schön ist es doch auch, staunend vor Geheimnissen zu stehen und gleichzeitig zu wissen,  ICH werde sie nie ergründen können, denn ich bin nur ein Mensch unter den vielen, die zur gleichen Zeit mit mir hier wohnen (eines der vielen schwankenden Schilfrohre) auf diesem Wunderplaneten,
den wir Erde nennen.

Es ist ein älterer Text von mir, den ich beim Durchblättern meiner ziemlich großen  Datei fand.
Im September vor sieben Jahren ist er entstanden und ich habe kaum ein Wörtchen daran verändert …

Ein Blitzbesuch in Basel

So lange war ich nicht da und nun bot sich die Gelegenheit, endlich mal wieder ins Kunstmuseum zu gehen und Camille Pissarros wundersame Gemälde zu bewundern. Ein berühmter Name, der  zur Zeit in aller Munde ist. Wenigstens in Basel, denn da hängen überall riesige Transparente, die auf diese einzigartige  Ausstellung hinweisen.

Ca. einhundertachtzig Bilder von ihm und seinen nicht minder berühmten impressionistischen Malerfreunden habe ich bewundert und mir fast die Füße wundgelaufen, aber eigentlich tat der Rücken etwas mehr weh *g*

Leider kann ich hier keines seiner Bilder zeigen.

Deshalb ein Alltagsbild mitten aus der Stadt selbst, weil der Bus so schön rot ist 🙂

Qualle beim Sonntagsspaziergang, eine Collage

Ich glaube, es ist meine vergnüglichste Collage 🙂
Oder hat schon mal jemand eine Qualle im Sonntagsstaat gesehen?
( im Vertrauen: Es ist äußerst selten )

 

Es sind wieder nur Reste und Schnipsel und wie mir diese Idee kam, das weiß ich einfach nicht.
Sie entstand fast ohne mein Zutun und lächelte mich schon beim Arbeiten und Rumpusseln an ihr unentwegt an.
Wer kann da noch widerstehen  🙂

 

Kürbiszeit

Sie sind reif  –  Kürbiszeit

Felder voller dicker reifer Kürbisse
Ich gehe schlendere vorbei und freue mich an der sonnig
gelb leuchtenden Pracht

Dann, mitten im Ort, ein wild bewachsener Zaun und als ich näher
herangehe, erkenne ich einen Kürbis, der sich in der Höhe ein sonniges Plätzchen suchte. Ein kletternder Kürbis, inmitten von trompetenförmigen Blüten und äußerst gesunder wuchernder Blätter.
Da stand ich,  mitten auf dem Bürgersteig, die Sonne blendete mich, es war Mittagszeit,  und ich konnte mich drehen und wenden wie ich wollte, mein Handy zeigte mir nur Verzerrtes, Staubpartikelchen und dazwischen mein Gesicht *g* ,  und ich hatte keine Ahnung, wie ich hier ein einigermaßen ansehbares  Bild machen sollte.
Also klickte ich einfach drauflos 🙂

Was dabei herauskam, seht Ihr hier …

Der September

Der Monat der eindringlich mit der
Sonne spricht den Herbstwinden trotzt
in feinster Manier Blätter vergoldet
und mit erdigen Farben und satten
Rottönen mischt

Der den Sommer verändert
und ihn zärtliches Berühren lehrt

Der restliche Süße in reifende Beeren
treibt und sich mit Wonne eine Menge
letzter Früchte und das Leuchten bald
vergehender Blüten einverleibt…

Der September ist so etwas wie ein zusätzlicher Sommermonat für uns.
Oft vergoldet er den vergehenden  Sommer, dem es dieses Jahr nicht so recht glücken wollte, uns pure freudige Sommergefühle zu vermitteln.
Zu vieles kam ihm dazwischen, und nun hoffen wir auf den neunten Monat des Jahres, in dem sich das Sonnenlicht verändert, die ersten Blätter sich verfärben und schon langsam zu fallen beginnen.

Außerdem ist er ein ganz besonderer Geburtstagsmonat   🙂