Spontane Gedanken

Nicht nur Herbst bin ich und fallendes Laub

Ich bin auch Frühling
fröhliches Kichern und Wispern im Klee

Und immer das Wesen das ich einst war
das Kind im Kirschbaum – im Hof – im Schnee

Die Frau, die nach frohen Momenten und
sanftem Streicheln von Wärme sucht

Verborgen die PLätze im Sommer
die Füße im Gras und das leise Plätschern der Quelle
an der ich lebenslang saß

Ein weißes Haus

Da stand es, hinter einem reich blühenden Baum ein wenig versteckt,
ein schneeweißes Haus, eine wundervolle alte Villa, die für einen Moment
all meine Sinne betörte, bis ich mich wieder daran erinnerte, hier wohnte ich nicht 🙂

Ein Klick mit dem Handy und ich nahm es mit mir nachhause …, weil es mir gar zu gut gefiel.
Das strahlende Weiß hatte es mir angetan.

Aprilstürme

Stürmische Böen und Windgesänge

Bäume, trutzig und alt die sich gewalttätigen
Winden entgegenstemmen
Zitternde Birken, die sich in Demut verneigen

Meisen, die geschickt dem Wind entfliehen
und Elstern, die in schwankendem Flug ihre Nester suchen

Heulender Wind und Wellengesänge
Hochgewachsene Gräser tief in erdweiche Mulden gedrückt

Möwen, deren Gekreisch Kinder erschreckt
und unbeirrt ihre Eltern neckt

Marode Dächer die Ziegel abwerfen und
heiser ihr Husten bevor sie am Boden zerbrechen

Träume in Nächten, die Realitäten verlassen
und Tage die mit Frust nicht sparen …


So könnte es auch in einem noch fern liegenden
Herbstmonat sein und doch haben wir Frühling

Clowncollage

An den Rand meiner Collage schrieb ich

Mit dem Kopf in den Wolken

Sitze ich am Läppi, schaut er mir von links über die Schulter und lächelt .

Er lächelt immer, leise und melancholisch, aber beileibe nicht schmerzlich,
denn er ist ein Clown. Er weiß, wie die Dinge laufen und nimmt sie gelassen.
Erschüttern kann ihn wenig, denn er kennt auch das Leid der Welt.

Heilen kann er nicht, aber es ist tröstlich, ihn anzusehen und ein Weilchen
in seine Ruhe zu tauchen.

Puderzuckerhagelschnee

Um die Mittagszeit am Dienstag nach Ostern :

Es hagelte, schneite und legte sich  wie dicker körniger Puderzucker auf Straßen und Wege
über grüne Gräser und bedeckte eifrig meine gleichmütig blickenden Steine.

Nach einer Viertelstunde war alles vorbei und der April grinste sich in Fäustchen, als er die verdutzten Gesichter der Menschen sah   🙂

Trübe ist der Ostermontag

Frieda Sachlich scheute sich an Erotik nur zu denken
Romantik blieb ihr immer fremd und ihr Benehmen war gehemmt

Linkisch schritt sie durch die Auen um Frühlingslindes anzuschauen
Die Luft war mild und Bienen summten

Leiser Wind bewegte blaue Glockenstimmen und Frieda schlief im Grase
ein. Hochgeschlossen ihre Bluse bis zu den Knöcheln lang der Rock

Sie schlief sehr lange und zart errötet waren ihre Wangen
die sonst in blassem Beige prangen – als sie erwachend spürte
dass sie im Schlaf ein junger Mann verführte

Doch neben ihr, da saß ein Hase

Ostern hatte er verschlafen und schnuppernd saß er nun im Gras
wo er Karotten und manchmal Friedas Haare fraß … 🙂

Noch ist nicht NACH Ostern, aber ich wollte Euch unbedingt diese wunderhübsche liebevolle Bastelei und das österliche Schmunzelgedicht zeigen, das schon ein ganz klein wenig älter ist 🙂

Magnolienblühen

Blütenschaum – ein Frühlingstraum
Magnolienpracht – der Frühling lacht

Von der fest verschlossenen Knospe bis zur geöffneten
Blüte dauerte es nicht mal zwei Sonnenwochen lang.
Ein Wunder, das alle Jahre wiederkehrt und doch läßt es
mich nie kalt.

Zuerst wirken die Bäume so ernst und verschlossen,
im eisigen Winter auch ziemlich verdrossen, aber kaum
deutet sich der Frühling an und sei es auch nur für wenige
Stunden, beginnt sich in ihnen eine Kraft zu entfalten,
die kaum zu glauben ist. Kräftige Knospen entstehen und
bersten bei den ersten wärmenden Strahlen.

 

Ich kann es nicht fassen, die Magnolien blühen !

Er läßt sich nicht mehr verschieben

Der Frühling
bereitet sein grünendes blühendes Reich

Knospen die springen und winzige Augen
die von würzigen rosigen Düften singen

 

Die Wiesen voller Schlüsselblumen, wie in meiner Kindheit,
die finde ich heute nicht mehr, aber immer wieder begegne
ich den kleinen unscheinbaren Blümchen, die viele jüngere
Leute schon gar nicht mehr kennen …
aber vielleicht irre ich mich und das Wissen um die feinen
kleinen Himmelsschlüsselchen ist doch noch verbreitet