Knick in der Seele

Kann   Schwäche   auch   Stärke   sein   und   Stärke   Schwäche?

Zeigt sich in menschlicher Schwäche der Knick einer Seele?

Zeigt eine geschwächte Seele, der es gelingt ihren inneren Kerker
zu verlassen und ihr  zerrissenes Inneres sichtbar zu machen nicht
auch schon Kraft und den Willen sich dem Leben wieder zu stellen?

Ein Ruf nach Hilfe?  Ein Appell an die Mitmenschlichkeit?

Ist der Körper immer der Spiegel der Seele?

Ist er nicht nur die Oberfläche und vielleicht gar eine Lebenslüge?

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Klein und Groß

Kleines schmiegt sich an Groß

Großes genießt und umschliesst   🙂

Der August geht zu Ende und ich hoffe, Ihr habt die hitzigen regenlose Tage alle gut überstanden. Die, die Ferien am Meer machen konnten, haben die Wassermassen  von ganzem Herzen genossen, aber nicht alle hatten das Glück, in Meeresnähe sein zu können.

Die Steine auf meinem Bild stammen alle aus der Nähe des Altrheins, dessen Wasser nun etwas dürftig fließt, aber es fließt wenigstens noch …

Missis Pennymaker beim Shopping – eine Collage

Schon länger habe ich keine Collage mehr gezeigt und Missis Pennymaker wollte sich zu gerne verstecken. Scheinbar schämte sie sich für ihre Kauflust, aber daß sie sich überhaupt für irgend etwas schämen würde, hätte ich nie gedacht.

Sie, die immer so selbstbewußt und selbstgerecht durch die Einkaufsstraßen stöckelte kannte Scham? Sie gab das Geld mit vollen Händen aus und niemand wehrte es ihr.

Aber scheinbar hatte nun der Herr Gemahl eingegriffen und die Gnädigste zurückgepfiffen, denn sie hatte mit seiner höchst eigenen privaten Kreditkarte bezahlt  🙂 und sooo gut wie früher gingen die Geschäfte auch für ihn heute nicht mehr …

Ihr merkt, ein leichter Schleier liegt über dieser Collage, Missis Pennymaker bat darum, ein klein wenig Unkenntlichkeit war ihr plötzlich wichtig. Na ja, soll sie haben  🙂

Die Zeit verfliegt

und ehe du dich versiehst
hast du deine Erdenzeit verpennt

Drum pflanze dir einen Baum
in der Sternenzeit
eine Zeder auf dem Dach der Welt

Pflücke einen Blütenstrauß
auf deinem Traumweg und zeige
der Zeit einen schillernden Vogel

Tanze auf dem geduldig
wartenden Regenbogen
während deine Gedanken fliegen

Mit der Zeit wirst du vergehen
und doch wird etwas von dir
immer      weiter     bestehen …

Davon     bin     ich     felsenfest    überzeugt

Das Lachen

Lachende Augen
und winzigkleine Falten in
deinen Augenwinkeln die
sich nicht verbergen lassen

Lachende Augenblicke
die aus tiefstem Herzen entzücken

Gemeinsames Lachen
ein unglaubliches Wunder
ein großes Geschenk
das dir Leben gibt

Aufatmendes Lachen
während die Seele spricht
als hätte sie für dich
ein Liebesgedicht

Aus übervollem Herzen lachen
selbst wenn alle anderen gaffen

Befreiendes Lachen dem
Ängstlichsein ein Schnippchen
schlagen und sich endlich
wieder selbst behagen  🙂

Und über allem ein
mitreißendes Lachen das dich
in einen Taumel von Freude trägt

Doch eine Krone gebührt dem
heilsamen Lachen
das lindert 
und Schmerzen verhindert

 

 

Schmunzelnd und lächelnd denke ich über die vielen
verschiedenen Arten des Lachens nach und lasse ganz
bewußt das gemeine Lachen aus.
Boshaftes, schadenfrohes und hämisches Lachen
gehört nicht in meine Zeilen

Zehn-Minuten-Regen

Es regnet
die Lebensgeister erwachen
und hopsen über die ermatteten
Blätterspitzen

Die ausgetrocknete Erde seufzt tief
und ich hörte, wie sie nach
MEHR    und   MEHR rief

Doch schon brauchen die nassen Tropfen
eine Pause und nur noch gelegentlich
ist ein leises Platschen zu hören    …

Wohin es platschte, seht Ihr auf meinem Foto  🙂

Ein gelangweiltes Buch

Ein gelangweiltes Buch
das ständig gähnte
dem jegliche neuen Impulse fehlten
das in regenklammen
Niederungen steckenblieb

hab ich eben zur Seite gelegt …

Vielleicht war ich in der falschen Stimmung, vielleicht hätte es mir zu einer anderen Zeit besser gefallen, vielleicht vor vielen Jahren… ?  🙂
Ich quälte mich Seite für Seite voran, aber ein Stück wollte es einfach nicht werden.
Da legte ich es zur Seite … Nun blickt es beleidigt…
Wer weiß, wie es im Winter aussieht, vielleicht bekomme ich dann ja  Lust weiterzulesen
Ich glaubs aber eher nicht 🙂

Apfelteich

Himmelreich am Apfelteich
Gold`ne Fische traumhaft schön

Augenweide  –  blaue Hüte  –
Rosenpracht

Wie Zackenlitze steht das Gras

Flüsterklee
und nirgends Schnee

Sommerfrische – kleine Tische
unter Ranken gut versteckt

Köstlichkeiten sind gedeckt
und deine Sinne froh geweckt

Da rüttelt dich
der Wind geschwind
du denkst es sei ein Feenkind

Dein Traum vergeht
und du erwachst     
Noch duftet er dein Wundertraum

Du hältst ihn fest in deinem Arm
er  ist  so  weich  und   butterwarm

Durch Christianes neuen Beitrag
https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/08/15/von-liebe-und-sommerfrische/
kam ich auf die Idee, in meinen eigenen Gedichten unter dem Stichwort Sommerfrische nachzusehen,
ob ich dieses schöne Wort  auch schon mal verwendet habe und siehe da, ich wurde fündig,
im lange vergangenen Sommer zweitausendundneun  🙂 lange ist es her

Das Meer

Ich halt das Meer in meiner Hand

versinke in dem Wellenland
erkenne wie ich mich verwandle
meine Finger feine Wellen kämmen
mein Übermut die Algen küsst

Ich streife durch die Wassertiefen
meine Lunge – überrascht –
hat vom Meereswein genascht

sorgt sich nicht und spornt mich
an im Suchen nach dem Wassermann

Ich halt das Meer in meiner Hand

Vergesse rasch das feste Land
bis ich nach einer Ewigkeit am
leeren weißen Strand erwache

mit Vorsicht  meine Augen öffne
meinen Traum sofort vergesse
und mich mit Meeresschaum benetze

Im Dunst liegt die Erinnerung
Wellen winken, plätschern leise
und gehen auf die nächste Reise

und Sonne nimmt den
Meeresschimmer auch noch vom
letzten grünen Algenfinger

Nein, nein, ich bin nicht schnell mal nach meiner AugenOP ans Meer gereist, so flink ist ein Angsthase nicht,  aber ich mußte mir in der Hitze eine kleine Ausflucht zur Abkühlung ausdenken und hier ist sie 🙂

Eine (kleine) AugenOP

Gestern konnte ich nicht mehr zurück. Ich konnte mich nicht mehr davor drücken.
Die Voruntersuchungen waren alle abgeschlossen und jeder sagte mir, ach, das habe ich auch schon lange hinter mir. Ist keine große Sache. Lass es ganz schnell machen, dann siehst Du wieder viel besser.

Keine große Sache, ach ja, aber ich bin ein Angshase und mein Herz pochte heftig. Ich hatte Lampenfieber. Die alten Damen im Wartezimmer nahmen es sehr gelassen, nur ich rutschte auf meinem Stuhl hin und her… (Ich glaube, sie waren sogar extra feingemacht  🙂

Dann wurde mein Auge träufelnd beruhigt und ich scheinbar mit.
Ich lag sehr bequem, aber der Arzt hinter mir beunruhigte mich etwas. Doch er machte mir Hoffnung, daß ich lebend davonkäme und er hatte recht. Ziemlich wackelig wurde ich nach einer sehr knappen halben Stunde behutsam aus dem OP-Zimmer geführt und schon war ich entlassen mit einer weißen Augenklappe und viel Pflaster im Gesicht. (die Pflaster hielten nur die Augenklappe am richtigen Platz 🙂 )

Jetzt habe ich eine provisorische Lesebrille auf der Nase und kann damit Kleingedrucktes wieder erkennen und sogar lesen. 
Wie hat mir das Lesen und Schreiben gestern gefehlt, dabei war es nur ein einziger Tag, an dem es mir fehlte, aber diesen Tag fand ich höchst dramatisch…

Wundert Euch nicht, wenn Ihr in der nächsten Zeit  weniger Beiträge oder Kommis von mir findet