Die Geheimnisse des Orients – eine Collage

Ich rätsele noch heute, ob mir die Collage total mißlungen,
oder wider Erwarten  am Ende doch noch geglückt ist   🙂
Die Geheimnisse des Orientes habe ich bis heute nicht entschlüsselt und ich denke, ich bin nicht die einzige, der es so geht…

Ich fischte aus einem großen grünen Abfallcontainer einen vergammelten und stark verschmutzten Rahmen heraus. Etwas gefiel mir an ihm und nach einer gründlichen Säuberung wußte ich, er würde zu meiner Idee passen.

Hier seht Ihr das Endprodukt und es darf auch an einer Wand hängen und muß nicht in einem Versteck lagern, so wie einige andere meiner *Werke*

Spätes Müdesein

An manchen Tagen spüre ich es kaum – das Müdesein
und Freude verdrängt die lauernden Schatten

Kinderlachen läßt sie schmelzen wie Schneeflocken
die versehentlich im Sonnenschein baden

Noch blüht der Sommer und prachtvoll sind seine
Farben auch wenn sich der Goldschimmer des Herbstes
schon leise über die Fluren legt

 

 

Jedes Jahr ist es so;  wir *schwelgen* im Sommer, denken noch nicht an  kommende Jahreszeiten, aber schier unmerklich verändert sich das Licht und irgendwann werden wir darauf aufmerksam.
Jetzt erkennen wir endlich, daß der Sommer, der in diesem Jahr kein wirklicher war, schon wieder ans Verabschieden denkt …

In der Natur

Ich finde die Schönheit der Natur

im Wiegen der biegsamen Äste

in jeder Bewegung der Zweige

in der feinziselierten Maserung grünender Blätter

und weithin leuchtenden Farben wenn
sommersatte Blätter im Zeitlauf vergehen

im geschwungenen Bogen einer Liane
die nicht weiß wohin mit sich selbst und dem
wohlgeratenen Schwung

in jeder Rindenrundung – jeder borkigen Ritze

in jedem Lichtstrahl der durch dunkeldichtes
Tannengrün blitzt

in jedem abgestorbenen Baumstumpf
der mit samtigem Moos reich und weich belegt ist

in jeder Pfütze seh ich verwunschene Wesen sitzen

Wo ich gehe und stehe
wünsche ich meinem Blick Ewigkeit

Blauhimmelig – Blauschimmelig

Blauhimmelig war der frühe Morgen und blau –
schimmelig könnte der Käse auf dem Abendbrottisch sein

Seitdem die Muse verreiste ruhen die Gedanken und
schlafen am Mittag schon ein
Augenlider die sich senken  –  der Kopf pendelt – verliert
immer mehr seinen Halt …

Doch plötzlich
ein schrilles mißtönendes Pfeifen das hektische Klingeln
der Backofenuhr und höchst seltsam der  * Duft *
der mich eilend in die Küche ruft  🙂

Sommerträume

Von einer langen Reise kam ich spät nachhause

 

Ich schlief nur kurz und gar nicht lange
schlich mich in meiner eignen Weise in den
gewohnten Alltag ein – spülte putzte wusch
die Socken – sah mich stets am Meere
hocken – meine Zehen tief im Sand –
bis auch das letzte meiner Freudenbilder
im Alltagsdunst total verschwand

 

Doch ich wußte, ich fahr wieder – pack die
dünnen Blusen ein – nehm die Wolke Nr. 7
denn sie fliegt bis dicht zum Meer
setzt mich in den Dünen ab – gönnt mir
jeden Schabernack ruft noch einen
letzten Gruß und ich leg mich wohlig
seufzend in die sonnensatte Kuhle – spür
den streichelzarten linden Wind
hör die leisen feinen Töne, die die Welten-
harfe singt fühle mich in mir geborgen
jenseits aller Menschensorgen   …

 

Was spricht das Meer mit dir

Flüstert das Meer mit dir
oder raunt und rauscht es
in deinen Ohren wie Worte
nur für dich bestimmt?

 

Oder holpert und poltert es
brüllt wütend und türmt Wellen
zu haushohen Bergen?

 

Geheimisse gibt es preis
um die keiner weiß – nur dich
hat es eingeweiht …

 

 

Urlaubszeit, Ferien,  ihr Lieben, und manch einer wünscht sich ans Meer, zu den Wellen und der Freiheit, von der es sich dort so gut träumen läßt …

Pass auf dich auf

Pass auf dich auf sagte ich oft
und meinte es ernst

 

Oft sah ich Gefahren
wo noch keine waren – aber ich ahnte sie
meine Fantasie sah sie voraus

 

Ich kannte deinen Mut zum Leben
wollte dich beschützen und
wußte doch  –  ich konnte es nicht

 

Bitte – pass auf dich auf

 

 

 

Wie oft wird es gesagt, wieviel Liebe und Sorge um die Liebsten steckt in diesen Worten und die Hoffnung, daß alles gut gehen möge …