Oma, seit wann gibt es Kriege?

Oma, seit wann gibt es Kriege?

Ach, Kind, ich glaube, seitdem dem Menschen das Denken gelang.
Leider kam ihm nicht nur die Liebe sondern auch der Hunger
nach Macht und Gewaltbereitschaft in den Sinn
Einen Grund dazu fand er immer…

Er wurde sich seiner selbst sehr bewußt
erkannte seine Gaben, die voller Wunder waren
und meinte, kein anderer sei wie er.
Selbstherrlich und eingebildet setzte er sich
über Liebe und Güte hinweg

Und alle, die an seinem Hochmut rüttelten
wurden niedergeknüppelt
Er meinte, er sei der Beste von allen und alle
Anderen hätten sich zu fügen

Eitelkeit und Angst um seine Herrschaft ließen ihn
nur noch hassen und nach und nach führte sein
Hass die Menschen in Kriege.
Eine eigene Meinung zu haben wurde gefährlich
und mit der Zeit verstummten die Menschen

Rücksichtslos wurde der Mensch und mit der Macht
die er erlangte, kamen auch die Kriege

Und doch gibt es sehr viele Menschen, die anders sind, Kind
Auf   die   wollen   wir   bauen

Sind   wir   anders,   Oma?

Ich stellte fest, daß es ungeheuer schwierig ist, einem Kind
zu erklären, seit wann oder wieso es Kriege gibt.
Überall gibt es Menschen, die andere nicht mögen, und die
auf denen herumtrampeln, die scheinbar schwächer sind  …

 

Es ist kein neuer Text. Ich habe immer mal wieder meine Angst  und mein Entsetzen
vor neuen Kriegen in Worte gefaßt und dieses eine habe ich heute für Euch ausgesucht.

Krieg frißt die Menschlichkeit. So war es immer schon und es wird sich kaum ändern.
Die dunkle Seite des Menschen verdrängt alles andere…

Aber vielleicht irre ich mich und  es ist heute  anders… :
Die Mehrzahl der Menschen demonstriert gegen jede Art von Kriegen und bittet inständig um Frieden und friedliches Zusammenleben für alle Menschen.

Wie lautet dieser nette Spruch doch:

Es ist Krieg und keiner geht hin … ?

Ach, wie schön wäre es, wenn es so einfach wäre.

 

 

 

 

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Eine innige Freundin

Schüchtern ist ihre Seele, die sich kaum offenbart
und doch im geheimen still und vergnügt im versteckt
liegenden Seerosen
teich badet
mit geschlossenen
Augen und summendem Mund

Gänseblümchen in ihren Haaren trägt
ständig hüpfende tänzelnde Schritte tut
vergnügt ihre bunten Taschen schwenkt und
manchmal auf Waldwegen rückwärts geht

Träumend dicke Waldriesen umarmt
in abgefallenen staubtrockenen Blättern
nach Wichteln und Feen sucht
mich unvermittelt bei den Händen packt
und im Übermut ungestüm mit sich zieht 🙂

Meine innige Freundin – stets für eine Überraschung gut

Wo sind sie?

Wo sind die Geschichten die sich von alleine schreiben?

Liegen sie schlummernd in
Wunderkisten und Schatztruhen?
Sind sie im weichen Boden der
Erde versteckt – von Keimen und
Wurzelgebilden gut bewacht?

Liegen sie verborgen im dichten
Gehölz von Ranken –
unter staubtrockenen Rosenblättern
listig versteckt?

Oder bereisen sie mit Kuttern und
uralten Seglern stürmende Meere
trotzen Gefahren, die zu unsäglich
sind, um sie je zu erzählen?

Lügengespinste?
Münchhausengeschichten?

*Sitzen Muse und Fantasie im Dämmern am Straßenrand
betrachten verstohlen die schlafverhangenen gähnenden
Menschengesichter – folgen ihnen auf ihren verschlungenen
Morgenwegen – blinzeln in den frühmorgendlichen
Sonnenschein und genießen dabei den Duft des allerersten
Cafés, während letzte einsame Nachtwandler heimwärts in
ihre Betten wanken?*

Keine Lüge, nur eine Möglichkeit – wenn die beiden sich treffen 🙂

Ohne Träume und Fantasie schreibt sich eine Geschichte nie

 

Als ich noch zaubern konnte

Als ich noch zaubern konnte
nahm ich vom Sternenstaub aus der Nacht
mischte Tageshelle hinein und mit einer
Handvoll Frühlingsblühen rührte ich alles
in einem großen irdenen Topf sehr gut um

Gab dem Wunder der Farben seinen ihm
zustehenden Raum und traumverloren
erwachte ich auf meiner Wolke mit der Haus-
nummer sieben – die blauäugig blickende
Acht erkannte ich dicht daneben und die
beiden lächelten einander wissend zu …

Sehe ich dann wie Krümel wandern und
Sonnenstrahlen in Staubpartikeln baden

Dann weiß ich, dass meine Mischung geglückt ist

 

Vorgezogenes Frühlingsgedicht

Ich bin dir grün
Ich bin deine Wiese

Eine windige Brise
und notwendiges Wehen
im Tagesgeschehen

Dein Atem bin ich
in großer Not

Ich ahne dein Wanken
und öffne dir Schranken

Die kleine weiche Wolke
bin ich – hoch oben
die   leise   lacht

und endlich begreift
was wärmender Regen schafft

Jahr für Jahr geht es mir so. Der Winter ist noch nicht zu Ende, aber ich sehne mich schon nach den ersten Frühlingsboten. Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Die Sehnsucht nimmt zu und ich blättere… Nicht nur am 1. März 2012 wurde ich fündig 🙂
Aber ich glaube, eines meiner sehnsüchtigen Frühlingssuche-Gedichte reicht *g*