Freude ist

Freude ist

wie ein Mantel

federleicht

den du trägst

 

Freude ist

wie ein Umhang

wolkenweich

der dich umhüllt

 

und all deine

Taschen

mit Wohlsein

füllt

 

 

Manchmal ist Freude auch so klein und winzig, daß man genau hinsehen muß, um sie zu erkennen.
Sie liegt verborgen in Winkeln und Ecken und wir müssen uns tief bücken, um sie hier zu entdecken.
Manchmal liegt sie auch so dicht vor unserer Nase, daß wir sie nicht mehr sehen; wir müssten schon
über sie stolpern, um sie zu bemerken.  Unaufmerksam eilen wir durch die Lande …

 

 

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Nikolaustag

Es klopfte sacht – war fast schon Nacht
dunkeldunkel nirgends hell

Raschelnd, rüstig  – Rauschebart
rosa? Mantel dick wattiert

kommt er nun hereinspaziert
dreckverspritzt und ungeniert

poltert wie ein Nikolaus und sieht
auch wirklich ähnlich aus …

 

 

Hier sind es viele, die sich zusammengerottet haben, aber ich hoffe, zu Euch kommt nur ein einziger,
es sei denn,
Ihr verfügt über eine  riesige Wohnhalle  und fürchtet Euch nicht vor dieser Übermacht 🙂
Sie haben mir aber eifrig versichert,  heute lieb und nett zu sein und keinerlei böse Absichten zu hegen …

 

Unvermögen

Es gefiel mir nicht – mein Gedicht von eben
Es  war   sowas   von  daneben

Ich strich es wieder – Wort für Wort und
Zeile für Zeile

Doch das dauert noch eine Weile
denn mir fehlt noch die letzte

diese widerborstige verschwundene Zeile

Ich renne ihr hinterher
Doch das fällt mir am frühen Morgen
noch ziemlich schwer   🙂

 

Manches Mal muß man sein Unvermögen einfach zugeben
und ich behaupte, es liegt nur am Regen   🙂

Weniger ist mehr

Vanillereis und Erdbeereis – Süße Sachen
du kannst lachen

Pflaumenmus mit Zimt gewürzt
Was fehlt denn noch? Du blickst bestürzt

Puddings, Cremes und feine Torten
d a v o n    gibt`s wirklich alle Sorten

Schmalzgebäck und Honigkuchen
Du kannst backen oder buchen

Marzipan und Nougatmasse
Nüsse, Mandeln, feingehackt in
Couverture   gut   verpackt

Pralinen, Törtchen, Köstlichkeiten
die Augen und die Sinne weiten

Kompott und Aprikosenschaum
du denkst, das alles wär ein Traum?

Weihnachtsstollen, süße Krapfen
danach wirst du nur langsam stapfen

Bonbons, die im Munde schmelzen
noch schnell in buntem Zucker wälzen

Gebraten wird, gebacken gar
gekocht, getrocknet, wunderbar

Schlaraffenland der süßen Art

Tische, Bänke biegen sich
dich lässt der Appetit im Stich

Es ist zu viel, du willst nicht mehr
Zuviel des Guten, nichts geht mehr

Diese Zeilen musste ich Euch unbedingt zeigen.
Ich habe sie am 27. November zweitausendundacht geschrieben  🙂

Ich wünsche Euch allen einen schönen ersten Adventssonntag
auch wenn es draußen trübe und düster aussieht  …

Vor einem Jahr

Ein Jahr ist es her
Ich fiel und stand lange nicht auf

Sternenstsaub rieselte und nahm mir die Sicht

Die Zeit in der Klinik war gar nicht gut

Doch schon nach neun Tagen brachte mich ein
Krankenwagen wieder nachhause

Mein Bett war schnell mit einem neuen Patienten belegt

Heute geht es mir wieder gut

Doch an manchen Tagen fehlt mir immer noch
ein Rest vom einstigen Mut

Ich bin eine Collage – Miss Törtchen tanzt Spitze

Miss Törtchen war eine Auftragsarbeit, die mir großen Spaß machte.

Eine sehr rundliche Freundin fragte mich, wie ich sie denn darstellen würde,  und ich hatte da so meine Ideen 🙂

Sie besuchte mich zuhause und trug  an diesem Tage sehr schicke modische knallrote Stöckelschuhe.
Wenn man genau hinsieht, kann man die Schühchen  unter den wohlgerundeten Waden vielleicht erkennen.
Alles an ihr war rundlich und so appetitlich, daß ich mein Bild spontan *Miss Törtchen tanzt Spitze* nannte.

Ihr kennt sie bestimmt, die köstlichen kleinen Törtchen vom Konditor,
die so fein und wohlschmeckend sind, daß ihnen kaum einer widerstehen kann. Die Freundin erinnerte mich an sie  🙂

Leider mußte ich vom Foto ein Foto  machen, um sie hier zeigen zu können und es ist nicht sehr deutlich geworden, aber ich denke, Ihr könnt sie Euch vorstellen, diese appetitliche Person als Collage in meiner Art  🙂
Ihrem Sohn gefiel sie nicht, aber die übrige Familie hatte genug Humor um zu verstehen …

Leichtigkeit

Die Leichtigkeit des Seins
flog an mir vorüber
Sie sah mich nicht –  verschwand
im schlichten Wolkenlicht

 

Doch als ich mich vom Himmel
wandte –  um meine Schuhe
auszuziehen –  den Blätterteppich
zu betreten –  da fand ich sie

 

In dunkler feuchter Erde
als winziggrüne Spitzen sah
ich sie fedrigleicht
und blinzelnd vor mir sitzen