Es war wie ein Wunder

Schüchtern kam das Wunder und fast unbemerkt
eine kleine Wolke hoch oben die etwas ängstlich schien

Doch sie verbreitete einen ganz bezaubenden Glanz
Nicht alle sahen sie  denn die meisten blickten nach unten oder
stier und starr vor sich hin

Sie brachte die Gabe des Sehens und mit ihr gelang es  hart –
gesottene Herzen zu erreichen und enge Gedanken zu weiten

Sie brachte Märchen und Mythen zurück in die Welt die
unter messerscharfer Logik begraben lagen

Sie brachte den Zauber zurück der auch in der Freude liegt
Nahm dem Leiden den Stachel und erinnerte an die Träume
die jeder mal hatte …

 

Wenn man nicht an Wunder glaubt, geschehen sie auch nicht. Drum glaubt daran!

 

 

Werbung

Worte wie Teer

Wenn Worte nur noch dicklüssig und zäh von deinen
Lippen tropfen, die Zunge dir nur noch hinderlich ist

Dein Kopf zwar spricht doch die Zunge sich sträubt
Reden wie eine Strafe ist sich die Gedanken beeilen
aber dann lieber bei dir selbst verweilen

Wohlgeformte Sätze verwelken weil sie im Dunkel
deines Halses stecken

Dann versuche zu singen zu hüpfen zu springen und
schrei mit der Luft, bevor auch noch dein Singen verpufft

Bewege deine Glieder, erkenne dich wieder beuge
deine Knie zu Erdklumpen nieder drehe die Scholle
lasse Krümel und Krumen durch deine Finger rieseln
atme den Duft, der dich umweht und auf Leben und
Lust besteht

Rufe die Worte wieder, die dich verließen, lasse sie
tanzen und sich im Reigen vor dem Leben verneigen

 

Wenn es Dir nicht gut geht, Du um Hilfe bitten möchtest, Dir aber die Worte im Hals steckenbleiben,
dann weißt Du, von was ich hier geschrieben habe …

Nichts als Worte

Worte, Worte, nichts als Worte – Alte Worte, neue Worte

Worte der gewohnten Sorte – Wortgeplätscher Wortgeplänkel
Sprüche über jeden Krempel

Worte, die das Heute zeigen und Worte die vom Gestern schweigen

Worte, die der Wind verweht – Worte die die Welt versteht
Worte, die die Menschen sagen, bevor sie sich an Taten wagen

Worte, die nie alles sagen und Worte, die das Freuen tragen

Blick auf den Boden der Wörtertöpfe, sieh den breiigen Wortespinat
rühre ihn um und würze gut nach

Gedanken liegen oft flach und fühlen sich schlapp

Nimm Fantasie und schöpfe sehr tief – dann schreibe
dem Freund einen    Freue Dich Brief

Höre in den Worten wieder den Sinn
Sprache – nicht Schweigen bringt dir Gewinn

 

und außerdem gibt es – juchheiser, juchhei – die Worte der Lyrik
die Worte der Poesie, an denen ich mich manchmal versuche …

Der erste Tag im Neuen Jahr

Der erste Tag – er zögert noch
schaut mit Vorsicht um die Ecke
prüft die Lage, outet sich :

Ich bin der erste Januar
im funkel nagel neuen Jahr

zwei tausend und ein und zwanzig

Und bring das Helle, Lichte, Lächeln
Lachen, das sich bisher noch gut
versteckt

Ich bin der Tag, der Geist und Witz
und frische Lebensgeister weckt

 

Ich bin halt doch ein Optimist 🙂

Seid es mit mir, so geht es leichter  –  glaube und hoffe ich